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crystal - neues digitales Mischpult von Lawo auf der IBC

18.09.2008

In einer Weltpremiere stellt Lawo auf der diesjährigen IBC in Amsterdam sein neues digitales Mischpult „crystal“ vor.

Das crystal zählt zu einer neuen Generation von digitalen Audio-Mischpulten, die sowohl für den Einsatz im Sendestudio als auch für Schnittplatz-Anwendungen entworfen wurde. Dabei beeindruckt die Konsole mit durchdachtem Bedienkomfort und frischem Design – und das alles in einem Preissegment, das jedem Broadcaster die Investition in professionelles Equipment erlauben dürfte. Durch eine überschaubare Anzahl an Bedienelementen und Displays ist die Bedienoberfläche sehr übersichtlich, was eine kurze Einlernzeit und sichere Arbeitsabläufe garantiert – auch wenn die Benutzer häufig wechseln. Um Installationszeiten kurz zu halten - und somit Kosten zu sparen - wird das crystal mit einer Reihe von Konfigurations-Templates ausgeliefert, die Standardanwendungen abdecken und so einen direkten Einstieg ermöglichen. Sollte eine weitere Anpassung an die Arbeitsabläufe des Anwenders nötig sein, so ist auch dies durch die weitere Konfigurierbarkeit des crystal möglich.

Mit einem Einstiegspreis von 6000 Euro bietet das crystal nicht nur die Möglichkeiten eines umfassend ausgestatteten 4-Fader Mischpultes, sondern darüber hinaus eine integrierte Kreuzschiene mit bis zu 288 I/Os, weitreichende Konfigurierbarkeit sowie Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen Mischpulten und Kreuzschienen. Das crystal System besteht aus der Bedienoberfläche - einer Auf-Tisch-Konsole, und der Base Unit – einem 1 HE / 19‘‘ – Gerät, welches sowohl die I/Os und die Signalverarbeitung als auch das Steuersystem beherbergt. Beide Geräte werden per CAN Bus (CAT5 Kabel) verbunden, einer gut zu handhabenden und verlässlichen Schnittstelle für Echtzeit-Anwendungen.

Die Bedienoberfläche ist in fünf verschiedenen Versionen von 4 bis 16 Fadern erhältlich. Sie besticht durch ihr hochwertiges, kompaktes Design mit einem Chassis komplett aus Aluminium. Durch das flache Gehäuse – es ist nur 3 cm hoch - wirkt das crystal eher wie modernes Desktop-Equipment und kaum noch wie ein konventionelles Mischpult, wodurch es sich gut in repräsentative Regien, Studios, Journalistenbüros etc. einpasst, ohne extra in den Tisch eingelassen werden zu müssen. Dies ist ein großer Vorteil hinsichtlich der anfallenden Installationszeit und Kosten.

Besondere Aufmerksamkeit wurde bei der Entwicklung auf ergonomische Aspekte und eine ausgereifte Bedienphilosophie gelegt. So ist jeder Kanalzug großzügig mit zwei Displays ausgestattet, von denen eines immer in gut lesbarer Schriftgröße die gerade aufgelegte Quelle anzeigt. Zusammen mit den direkt darunter liegenden Tasten für die wichtigsten Funktionen wie z.B. On/Off oder Mute sorgt dies für maximale Bediensicherheit. Bei den Displays fiel die Wahl auf OLEDs, die mit einer hohen Auflösung, brillanter Schärfe und großen Betrachtungswinkeln eine perfekte Lesbarkeit garantieren, unabhängig von der Benutzerposition. Direkt unterhalb der Fader befinden sich Status LEDs, die z.B. zur farblichen Markierung des Kanalzuges (rot = DJ, blau = Gast, etc.) verwendet werden können. Auch dies vermeidet Fehler in hektischen Situationen.

Alle Taster werden mit Hilfe von RGB LEDs hinterleuchtet. Dies sorgt zum einen für eine attraktive Optik, ermöglicht aber gleichzeitig auch eine farbliche Abgrenzung der verschiedenen Funktionen voneinander. So hat jede DSP Anwendung ihre eigene Farbe – die EQs sind beispielsweise blau, die Dynamics magenta. Die weitere Benennung der Tasten erfolgt entweder per „soft label“ in den angrenzenden OLED Displays, oder über auswechselbare Inlays in den Tasten selbst. Somit können Bezeichnungen gewählt werden, mit denen der jeweilige Benutzer vertraut ist.

Auf der Bedienoberfläche finden sich eine Pegel- und Korrelationsgradanzeige, und als besonderes Feature ein Sensor für die Umgebungshelligkeit. Dieser sorgt für eine automatische Anpassung der Helligkeit der Displays und Taster, und ermöglicht somit bei jeder Beleuchtungssituation ideale Lesbarkeit und angenehmes Arbeiten.

Zur Erweiterung der Bedienoberfläche stehen diverse Optionen zur Auswahl: Panels mit beleuchteten oder LCD Tasten, GPIOs für zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten, und die Touchscreen-Software VisTool, die weitere Funktionen und die Darstellung von z.B. DSP Parametern, Signalpegeln und der Snapshot Datenbank ermöglicht.

Wie die Bedienoberfläche, so ist auch die Base Unit sehr kompakt gestaltet. Als 19‘‘-Gerät mit nur 1 HE beherbergt sie die gesamte Rechenleistung und das Steuersystem der Konsole. Vier Line- und vier Mikrofoneingänge (ebenfalls als Line nutzbar), acht Line- und zwei Kopfhörerausgänge, vier AES3 (stereo) Ein- und Ausgänge sowie acht Oktokoppler und Relais sind in der Basisvariante enthalten. Optional kann die Base Unit mit bis zu zwei Schnittstellenkarten erweitert werden, die dann weitere Line I/Os, AES3 I/Os oder HD und SDI Embedeer / De-Embedder für die Einbindung in Videoumgebungen liefern.

Für die Integration in größere Strukturen oder zur Anbindung der Konsole an eine Hauptregie oder andere Studios kann die Base Unit zusätzlich mit MADI ausgerüstet werden, wodurch dann über Glasfaser bis zu 256 weitere Kanäle übertragen werden können. Dabei können alle Ein- und Ausgänge über die integrierte Kreuzschiene frei geroutet werden und ermöglichen so weitere flexible Anwendungsmöglichkeiten des crystal.

Eine weitere Stärke des crystal ist seine DSP-Ausstattung mit EQs, Dynamics (Compressor, Expander, Gate), Limiter und Delay, ebenso wie die Logikprogrammierung zur Steuerung der Abhöranwahl, Konferenzschaltungen, Rotlicht, etc.. Neben dem Stand-Alone-Betrieb kann das Mischpult auch mit anderen Systemen vernetzt werden, z.B. zum Ressourcen-Sharing und für andere systemübergreifende Funktionen wie Sendeschaltung, Kommando, Übertragung von Steuerungsdaten usw.. Auch die Anbindung von Radio-Automationssystemen ist unkompliziert möglich.

Ein besonderes Feature der crystal Base Unit, mit der sie sich von ähnlichen Geräten unterscheidet, ist das in die Frontplatte integrierte OLED-Display. Hier können sowohl Statusinformationen, wie auch andere für die Systempflege wichtige Daten direkt am Gerät abgelesen werden. So kann man z.B. die IP Adresse des jeweiligen Gerätes an der Frontplatte abfragen, um dann über einen normalen Web-Browser die Daten der Base Unit einzusehen. Wartung und Service sind ebenfalls komfortabel per Netzwerk mit Hilfe eines Softwaretools über TCP/IP möglich.

Mit dem crystal setzt Lawo einen neuen Standard im unteren Preissegment. Damit ist nun auch für Broadcaster und Radiostationen mit kleinerem Budget die Investition in professionelles Audio-Equipment möglich.

www.lawo.de