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Neue Oper Oslo mit großer STAGETEC-Audioanlage

08.08.2008

Die Neue Oper Oslo, unter großem internationalem Medieninteresse am 12. April 2008 eingeweiht, bereitet sich auf den Beginn der zweiten Spielzeit vor. Nachdem in der kurzen Eröffnungsspielzeit zunächst überwiegend Stücke aus dem Repertoire gezeigt wurden, sollen nach der Sommerpause die umfassenden technischen Möglichkeiten anhand von Neuinszenierungen voll ausgeschöpft werden – mit einer großen, vernetzten AURUS- und NEXUS-Audioanlage der SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP.

Als Leitfaden bei der Planung des Mehrspartenhauses für Oper, Ballet, Musical, experimentelles Theater und Konzert stand die Vielseitigkeit im Vordergrund. Seitens der Audiotechnik erzielte man diese Flexibilität, indem man ein NEXUS-System als dezentrales Audionetzwerk zugrunde legte. Es stellt über seine vier fest installierten und sechs mobilen Basiseinheiten lokal, zum Beispiel an der Hinterbühne oder in der Regie, die benötigten Audioein- und Ausgänge zur Verfügung. Über Glasfaser miteinander verbunden entsteht ein Gesamtsystem, das an jeder Stelle den Zugriff auf jede beliebige Quelle und Senke bietet. Events im Foyer können damit ebenso audiotechnisch unterstützt werden wie große Musicals, die einen hohen Mikrofonierungsaufwand mit zusätzlichen Mikrofon­eingängen erfordern. Bei Rundfunk- oder TV-Übertragungen aus dem Opernhaus, wie beispielsweise bei der Eröffnungsfeier am 12. April, dienen die mobilen Basiseinheiten auch als Anschlussboxen für analoge oder digitale externe Ü-Wagen. Zusätzlich zu den Basiseinheiten bilden in Oslo drei große NEXUS STARs das Herzstück des Audionetzes.

Das Opernhaus verfügt über drei in das NEXUS Netzwerk integrierte AURUS-Mischpulte, die identisch bestückt sind. Sie wurden relativ kompakt gehalten, um kostbaren Platz in Regie und Aufführungssaal einzusparen. Jedes AURUS ist mit 24 Fadern ausgestattet, über die man in 8 Layern die angeschlossenen Quellen regeln kann. Allerdings unterscheiden sich die drei Pulte in ihrer Ausstattung mit DSP-Leistung: Während die beiden Systeme im großen Saal und im kleinen Saal mit je sieben DSP-Karten voll bestückt sind und bis zu 300 Audiokanäle bearbeiten können, wurde für das Pult in der Aufnahmeregie eine kleinere Variante mit vier DSP-Karten für immerhin noch 170 Audiokanäle gewählt.

Steht eine klassische Opernaufführung im Großen Saal an, wird die tontechnische Unterstützung vom 24-Fader-AURUS in der Einspielregie bereitgestellt. Bei der Aufführung eines Musicals oder bei einer modernen Konzertvorstellung benötigt der Toningenieur jedoch ein großes Beschallungspult, das akustisch günstig direkt im Saal platziert ist. Hier schafft eine zusätzliche AURUS-Bedieneinheit mit 40 Fadern Abhilfe. Sie wird parallel zu der Konsole in der Einspielregie betrieben. Da die Konsolen so handlich und leicht zu transportieren sind, lassen sich das Pult der Einspielregie und das Saalpult sogar nebeneinander gestellt wie ein großes Mischpult mit 64 Fadern betreiben.

Als Highlight für den September steht schon die erste Operninszenierung auf der Hauptbühne im Großen Saal fest: Don Carlos gespielt von der Metropolitan Oper aus New York. AURUS und NEXUS werden also wie schon zur Eröffnungsspielzeit wieder mit den Weltgrößen der Bühne zusammenarbeiten.